Maltherapie und Gestaltungstherapie Kunsttherapie

Die Maltherapie und die Gestaltungstherapie arbeitet mit künstlerischen Medien wie Malen, Zeichnen und Formen. Das was gemalt, gezeichnet oder geformt wird braucht keinen künstlerischen Wert besitzen. Aber es besitzt einen enormen persönlichen Wert. Es hält uns einen Spiegel vor. In ihm sehen wir uns selbst, die eigene Identität und Wahrheit. Es können innerpsychisches Erleben und Lösungsmöglichkeiten wahrnehmbar werden.
MGT (Mal- und Gestaltungstherapie) geht zurück auf die analytische Tiefenpsychologie von C. G. Jung. Es ist eine künstlerische Therapieform, wobei die Kunst bedeutet Selbsterfahrungsprozesse in Gang zu setzten und Denkergebnisse beliebiger Art hervorzubringen, die im Wesentlichen neu sind oder unbekannt waren. Es werden ganz natürlich und selbstverständlich die Selbstheilungskräfte aktiviert.
Somit ist die Kunsttherapie automatisch auch eine auf Ressourcen orientierte Therapieform.

Die Aneignung von Erfahrungen und Erkenntnissen setzt bekanntlich Eigentätigkeit voraus.
In der Maltherapie und in der Gestaltungstherapie kommen wir zu dieser Eigentätigkeit. Im eigenen Tun werden wir schaffend, kreativ, schöpferisch. Es werden innere und äußere Bilder ausgedrückt. Die Arbeit mit kreativen Medien ist kreativ und spielerisch, experimentierend und probierend. Träume, Gefühle oder Phantasien werden leichter, als über die Sprache allein, ausgedrückt. In der anschließenden Reflexion wird das gestaltete Objekt bearbeitet und nachbesprochen.

Unbewusstes, Verdrängtes oder all das was nicht bewusst ist, wird dadurch sichtbar. Denn das Unbewusste malt/ gestaltet immer mit. So kommt es zu Selbsterfahrung und Schattenerfahrung.
Die Quintessenz der psychoanalytischen Erkenntnisse ist, dass ein geradezu biologisches Bedürfnis nach Kreativität existiert. Jeder Mensch sucht nach Möglichkeiten die innere und die äußere Realität zu vergleichen. Die Kunst ist ein Erfahrungsbereich die uns diese Erkenntnisse bringt. Dieser intermediäre Bereich entwickelt sich direkt aus dem Spielbereich kleiner Kinder, die in ihr Spiel verloren sind. Im Spielen, zeigt sich die Fähigkeit, Realität mit spielerischer Distanz zu sehen. Wobei die wesentlichsten Motive des Spielens und des kreativen Imaginierens die Realitätsbewältigung und die Verwirklichung von Wünschen sind.

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